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Vielfach werden die Begriffe Datenschutz und Datensicherheit gemeinsam verwendet. Primär dient der Datenschutz jedoch dem Schutz der persönlichen Daten vor einer unberechtigten Erfassung, Weitergabe oder Verwendung, wohingegen sich die Datensicherheit mit der Absicherung der Daten durch unberechtigten Zugriff befasst.

Dem Thema Datensicherheit wird vielfach zu wenig Beachtung geschenkt und viele sind der Meinung, daß das Thema doch eher für Firmen relevant ist, nicht jedoch für sie als Privatperson. Man darf jedoch nicht vergessen, daß immer mehr (persönliche) Daten auf einem PC gespeichert. Das fängt an bei der privaten Kommunikation, Hausaufgaben oder Arbeiten für die Schule und Studium, Diplomarbeiten, Dissertationen, Finanzpläne, Zugangsdaten für das Homebanking, private Bilder usw. Ohne Schutz sind diese Daten nicht so sicher, wie vielleicht viele denken. Sie stehen schutzlos Viren- und Trojaner Angriffen, unbefugten Zugriffe durch Dritte, Datenverlust durch Hardwareschäden oder Unachtsamkeit eines Anwenders gegenüber. Daher sollte jeder im eigenen Interesse ein Mindesmaß an Schutz für seine Daten aufbauen. Das Gute ist, daß ein wirksamer Schutz nicht einmal viel Geld kosten muss.

  • Achten Sie darauf, daß Ihr Betriebssystem immer auf dem aktuellen Stand ist. Das Betriebssystem besteht aus Millionen Zeilen Programmiercode und es werden immer wieder Sicherheitslücken entdeckt, die durch Updates behoben werden.

  • Verwenden Sie in Antivirenprogramm sowie ein Anti Spyware Programm und achten Sie darauf, daß diese Programme immer auf dem aktuellen Stand sind. Schalten Sie daher die automatische Updatefunktion in diesen Programmen ein.

  • Zusätzlich sollten Sie eine Firewall installieren. Bei Windows ab der Version XP wird eine Personal Firewall mitgeliefert. Eine Firewall verhindert Angriffe von außerhalb auf Ihr System, nicht jedoch die Infizierung Ihres Systems mit Schadsoftware, daher kann Sie nicht als Ersatz für eine Antiviren- und Anti Spywaresoftware dienen. Viele DSL Router haben eine Firewall eingebaut, die sie auch nutzen sollten. Wichtig ist, daß nur die Ports freigegeben werden, die auch wirklich benötigt werden.

  • Durch Ihre Arbeitsweise können Sie das Risiko verringern. Arbeiten Sie daher möglichst nicht als Administrator oder mit einem Benutzer, der Administratorrechte hat, da dadurch Schadsoftware Tür und Tor zu Ihrem Rechner offen stehen. Legen Sie vielmehr für jeden Benutzer ein eigenes Konto an und vergeben wirklich nur die benötigten Berechtigungen. Zum Installieren von neuer Software melden Sie ich mit dem Benutzer Administrator an, installieren die Software und melden sich dann wieder mit Ihrem normalen Benutzer an.

  • Wählen Sie Ihr Passwort sorgfältig. Heutzutage haben Hacker die Möglichkeit automatisch per Software z.B. den Inhalt von Wörterbüchern oder Zeichenkombinationen an Ihrem Account zu testen. Daher sollten Sie ein Passwort wählen, daß aus mindestens 8 Zeichen besteht und auch Großbuchstaben, Zahlen, Sonderzeichen und Kleinbuchstaben beinhaltet. Noch sinnvoller wäre die Verwendung einer Passphrase. Dies ist einfacher, als vielfach gedacht:
    Man denkt sich einen Satz aus und nimmt dann von jedem Wort den Anfangsbuchstaben. Also z.B. M ittags g ehe i ch i n d ie K antine u nd e sse d ort. Daraus ergäbe sich dann "MgiiKued". Das und wird durch das Zeichen "&" ersetzt und das i sieht aus wie "1" und schon hätten wir ein nicht mehr leicht zu erratendes Passwort "Mg11dK&ed".

  • Achten Sie darauf, von wem eine Mail kommt, bevor Sie einen Anhang öffnen. Achten Sie auch auf die Dateiendung. Leider ist in Windows XP standardmäßig die Anzeige von Dateiendungen ausgeschaltet, so daß eine Datei NAME.TXT.EXE nur als NAME.TXT angezeigt wird und daraus nicht ersichtlich wird, daß es sich eigentlich um ein ausführbares Programm handelt und NICHT um eine Textdatei. Abhilfe läßt sich aber glücklicher Weise einfach schaffen. Öffnen Sie dazu einfach den Windows Explorer, dann wählen Sie den Menüpunkt Extras / Ordneroptionen und dort den Reiter Ansicht. Dort sehen Sie einen Haben vor der Option "Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden". Wenn Sie diesen Haken entfernen, zeigt Windows alle Dateiendungen an.

  • Das Internet ist nichts anderes als ein virtuelles Abbild unserer Gesellschaft. Hier finden Sie seriöse Unternehmen, die Ihnen hochwertige Produkte verkaufen, genauso aber auch Billigläden, die Ramsch verhökern. Gerade machen sie noch Homebanking und 1 Minute später fangen Sie sich einen Trojaner auf einer Hacker / Cracker Seite ein. Achten Sie daher darauf, wo sie gerade sind. In einem vornehmen Luxusvorort ist die Gefahr geringer als in einem dunklen Hinterhof. Das gleiche gilt auch für das Internet. Je näher Sie in die rechtliche Grauzone oder sogar darüber hinaus gehen, umso höher ist auch das Risiko.

  • Überlegen Sie sich vor einem Download, von wo Sie die Datei laden. Ist die Quelle vertrauenswürdig oder eher zweifelhaft. Ein aktueller Virenscanner würde im Ernstfall Alarm schlagen.

  • Legen Sie regelmäßig Sicherheitskopien Ihrer Daten an. Ein Schädling oder auch ein Hardwaredefekt kann Ihr System so lahmlegen, daß Sie keine Möglichkeit mehr haben, an die Daten zu kommen. Sichern Sie ihre Daten daher regelmäßig auf ein externes Medium wie z.B. eine CD / DVD oder auf eine externe Festplatte. Inzwischen werden auch sog. externe NAS Laufwerke erschwinglicher. Diese bieten teilweise die Möglichkeit mehrere Festplatten einzubauen und diese dann als ein sog. RAID System anzubieten. RAID bedeutet redundant array of independent disks, auf Deutsch Redundante Anordnung unabhängiger Festplatten. Es gibt verschiedene Level, je nach Sicherheitsbedürfnis. Empfehlenswert ist RAID 5, da hier zusätzlich zu den Daten eine Prüfsumme gespeichert wird, aus der im Notfall der Inhalt einer Platte rekonstruiert werden kann. Notwendig sind hierfür mind. 3 gleich große Festplatten, wobei der Plattenplatz immer um die Kapazität einer Festplatte verringert ist, da Platz für die Prüfsumme benötigt wird.